Warm Bodies – (K)ein Date-Film für zarte Gemüter

Fotos/Bilder © Summit Entertainment Warm Bodies

Ein Liebesfilm! Das Kinoplakat sieht eindeutig aus. Aber der verliebt schauende Junge links ist ein Zombie. Aha… Hm??! Vielleicht ein etwas sonderbarer Liebesfilm? Vielleicht der Versuch etwas Twilight-Flair zu schaffen? Hätte ich nach dem Film eher das Bedürfnis zu knutschen oder eher doch zu kotzen? Ich wollte es wissen und habe mir den Streifen angesehen, vorsichtshalber mal lieber ohne weibliche Begleitung.

Die Geschichte, beruhend auf dem Buch von Isaac Marion, ist dann, wenngleich etwas sehr fantastisch, doch recht rührend:

Eine etwas spezielle Katastrophe hat die gesamte Menschheit zu Zombies und fiesen Skeletten mutieren lassen. Die gesamte Menschheit? Wahrscheinlich nur die Amerikaner. Vom Rest der Welt sieht man nicht viel in dem Streifen. 😉 Nur eine kleine Gruppe von Menschen hat die Katastrophe überlebt und verschanzt sich bis an die Zähne bewaffnet in Manhattan, denn Menschen sind die Lieblingsnahrung von Zombies (was jeder Genre-Profi natürlich längst weiß).

R, ein junger Zombie, gespielt von Nicholas Hoult, ist anders. Moment! Nicholas Hoult? Da klingelt doch etwas bei mir. Der war doch auch früher mal ein wenig anders, und zwar als Hauptdarsteller in „About a Boy“. Sieh an, was für ein schlanker Typ aus dem geworden ist.

Zurück zu Warm Bodies. Der junge Zombie R ist anders. Er hat viel zu viele Gedanken und Überlegungen für einen Zombie. Als er mit „befreundeten“ Zombies loszieht, um Menschen zu jagen, erwischt ihn beim Anblick der süßen und engagierten Julie (Teresa Palmer) die Liebe auf den ersten Blick. Er kann nicht anders und muss Julie vor den anderen Zombies retten und sie in seine skurrile, aber gefühlvolle Welt entführen. Ein altes Passagierflugzeug voll mit gesammeltem Tand und Kitsch ist sein Zuhause. Herzstück ist ein Plattenspieler, auf dem er alte Platten abspielt. Julie, zu Beginn noch völlig traumatisiert, lernt Rs Welt langsam kennen. Noch ahnt sie nicht, welch schwarzes Geheimnis R mit sich herumschleppt. Er war es, der ihren Freund bei dem Überfall getötet hat. Und so entspannt sich zunächst eine klassische, Date-taugliche Liebesgeschichte unter der Hand von Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Levine, angereichert mit Zombies und Grusel-Skeletten.

Was hat bei dem Film Spaß gemacht?

Regisseur Jonathan Levine zelebriert ein paar große Liebessongs seiner frühen Jugendzeit – den 80ern.

Außerdem enthält Warm Bodies kleine Elemente einer Zombie-Hommage auf Romeo (R) und Julia (Julie). Die klassische Balkon-Szene zwischen R und Julie durfte deshalb auch nicht fehlen, bei dem R, von Liebeskummer getrieben, versucht, um Julie zu werben.

Ob die beiden allerdings dasselbe Schicksal wie Romeo und Julia erleiden, will ich hier nicht verraten. Liebesgefühle sind aber nicht nur für R eine Herausforderung, sondern auch die große Chance und Hoffnung für alle sonst noch übrig gebliebenen Zombies. Hätte mir der Gruselfaktor nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht, wäre dieser Film eine schön-schnulzige Gelegenheit für ein Date gewesen. Von der emotionalen Welt, die Warm Bodies aufspannt, ist er ein Film für Frauen, aber eben solche, die sich gerne gruseln. Um meine Eingangsfrage zu klären: Ja, der Film macht eher Appetit auf Zärtlichkeiten. Die Gruselszenen sind zwar deutlich, aber eher Beiwerk. Hauptaspekt ist die Liebesgeschichte von R zu Julie.

Hast Du nach dieser Rezension eher Lust auf den Film oder nicht? Und falls Du ihn schon gesehen hast: Was hat Dir gefallen? Wobei hast Du Dich gegruselt?

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Dating!

Euer Date Doktor Emanuel

2 Gedanken zu „Warm Bodies – (K)ein Date-Film für zarte Gemüter“

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